Fleckspachtelung Stucco fein

Materialien
- Kaseingrundierung
- Kalkglätte
- Stucco Fein
- Pigment Eisenoxidschwarz
- Pigment Umbra grün Zypern
- Glätteseife


- 1 kg Stucco Fein, 9 g Pigment Eisenoxidschwarz, 17 g Pigment Umbra grün Zypern

Werkzeuge
- Federstahlkelle oder Venezianerkelle

 

1. Untergrund vorbereiten

– Grundieren mit Kaseingrundierung
– Grundspachtelung mit Kalkglätte.
Dünner gleichmäßiger Auftrag in alle Richtungen mit der Federstahlkelle ausgezogen, damit wenn etwas Struktur vom Spachteln bleibt, eine zufällige Struktur entsteht. Anstatt zu schleifen, reicht es meist vorsichtig mit der Kelle zu schaben. Die Kalkglätte muss 24 Stunden trocknen.
 
Leichte Grate in der Kalkglätte werden abgeschabt.  
   

2. Fleckspachtelung erste Lage

– Das eingefärbte Stucco Material wird sehr dünn in Flecken aufgetragen. Hierzu wird nur wenig Material auf die Kelle gegeben.
– Es wird immer im Wechsel aufgetragen und scharf geglättet, damit keine Grate entstehen.
– Die gesamte Fläche sollte in 1m2 Teilstücken diagonal über die Fläche bearbeitet werden.
– Die erste Lage der Fleckspachtelung darf nicht zu stark verpresst werden. Es sollte kein Glanz entstehen.

Mit wenig Material auf der Kelle arbeiten.

 

Flecken in unterschiedlicher Richtung gezogen und geglättet.

 

Nach dem Anziehen der ersten Flecken, werden weitere Flecken dazwischen gesetzt.

Im dritten Arbeitsgang werden die letzten freien Stellen abgedeckt.

 

 
Durch die Überlagerung entsteht die für Fleckspachtelung typische Struktur.
Die Farbigkeit wird nach Trocknung gleichmäßiger.
 
   

3. Fleckspachtelung zweite Lage

–Wenn die erste Lage weitestgehend trocken ist (hell aufgetrocknet), kann die zweite Lage aufgetragen werden.
– Die zweite Lage wird wie die erste Lage aufgetragen, allerdings stärker verdichtet und am Ende stark verpresst.
– Zur Kontrolle, ob alle Stellen getroffen wurden, sollte die Oberfläche immer wieder schräg von der Seite betrachtet werden.
– Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn die zweite Lage sehr dünn gespachtelt wird.

 

 
   

4. Verpressen

– Nachdem die fertige zweite Lage angezogen ist, wird die Fläche mit der Kellenkante und etwas mehr Druck in alle Richtungen verpresst.

   

5. Seifen/Verpressen

–Mit Wasser verdünnte Glätteseife (1:1) oder schwarze Seife (1:10 - 1:20) mit einem Pinsel auftragen und unmittelbar mit der Kelle verpressen. Es wird wieder in auf ca. 1m2 großen Teilstücken gearbeitet.
– Nach jedem Kellenzug überschüssige Seife mit einem Lappen oder Schwamm vom Kellenblatt entfernen.
– Es wird so lange Verpresst, bis der Glanz zufriedenstellend ist.
–Mit Glätteseife behandeltes Stucco bekommt mehr Glanz und ist wasserabweisend.

Glätteseife auf Teilstücke auftragen. Die geseifte Oberfläche mit Druck verpressen.
   

6. Anmerkungen / Tipps

Wie immer bei Oberflächengestaltungen kann man auch etwas anders vorgehen als hier gezeigt.

– Die erste Lage Stucco Fein kann auch vollflächig gespachtelt werden. Eventuell hat man dann etwas weniger Struktur in der Fläche. Dies müsste dann ein dünner gleichmäßiger Auftrag sein, der mit der Kelle in alle Richtungen gezogen ist, um eine zufällige Struktur zu erzeugen.

– Interessante Ergebnisse, allerdings mit weniger Glanz, lassen sich auch schon mit einer Lage erzielen. Hierbei lassen sich dann besonders gut Strukturen, die im Untergrund vorhanden sind durchdrücken. Z.B. auch das feinkörnige Bild von gut geglättetem Kalk Haftputz fein.

– Abschließend kann, durch das Auftragen von Punischem Wachs, mehr Glanz und Tiefe in der Oberfläche erreicht werden.

– Diese Anleitung kann auf Stuccolustro übertragen werden. Allerdings ist die Schichtstärke bei Stuccolustro etwas höher, dadurch ergeben sich längere Wartezeiten zwischen den Arbeitsschritten.

 

Die beschriebenen Angaben wurden nach dem neuesten Stand der uns vorliegenden Erfahrungen festgestellt. Wegen der Verarbeitungsmethoden und Umwelteinflüsse sowie der verschiedenartigen Beschaffenheit der Untergründe, muss eine Verbindlichkeit für die allgemeine Rechtsgültigkeit der einzelnen Empfehlungen ausgeschlossen werden. Vor der Anwendung ist das Produkt vom Verarbeiter auf Eignung für den Anwendungszweck zu prüfen (Probeanstrich).

Bei Neuauflage oder Produktveränderung verlieren die Texte ihre Gültigkeit.
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Stand 07.01.2016