Liebe Imker,

schon Gerd Ziesemann unser Firmengründer, hat sich als ehemals jüngster Imker Deutschlands [Link zu Zeitungsartikel] für die Bienenhaltung interessiert.
Unser Produktionsleiter Stephan, Jungimker seit 2015, greift dieses Thema nun auf, inspiriert durch die Empfehlung der Imkerin Karen Lau von der Bienenschule am Deister. Auf der Suche nach einem natürlichen Anstrich für seine eigenen Dadantbienenkästen, empfahl sie ihm die Produkte von Kreidezeit. Vor über 20 Jahren hat die Imkerin sämtliches Beutenmaterial mit Kreidezeit-Produkten gestrichen. Auch heute noch ist sie von der Qualität und Langlebigkeit des Erstanstriches begeistert

 


Karen Lau bei der Arbeit mit ihren Bienen

 

 

Etliche Anfragen von Imkern bei unseren Fachberatern zeigen ebenfalls, dass unsere Produkte in der Imkerei bereits Anwendung finden. Gerade auch viele Neuimker, die sich für eine wesensgemäße Bienenhaltung interessieren, suchen nach einem natürlichen und ökologisch verträglichen Anstrich für ihre Beuten.

Um Holzbeuten langlebig, auf natürliche und ökologische Weise vor Witterungseinflüssen zu schützen, eignet sich unser Kreidezeit- Standölfarben System hervorragend. Die Inhaltsstoffe der Standölfarbe sind natürlich und beeinträchtigen die Bienen nicht. Um eine vernünftige Verarbeitungsqualität zu erreichen, ist natürliches Balsamterpentinöl als Lösungsmittel enthalten. Dieses wird aus Nadelbäumen gewonnen und verdunstet beim Trocknen der Farbe vollständig. Eventuell minimal verbleibende Reste sind unbedenklich, da Bienen als ursprüngliche Baumhöhlenbewohner den Umgang mit diesem Stoff gewohnt sind. Auch in einer Holz- oder Klotzbeute aus Nadelholz ist dieser Stoff natürlicherweise enthalten.

Die Kreidezeit Standölfarbe ist harzfrei. Dadurch reißt, platzt und blättert sie nicht. Durch die gute Diffusionsfähigkeit der Standölfarbe ist der Feuchtigkeitsabtransport aus dem Holzinneren an die Umgebung gewährleistet. Das Holz ist vor Fäulnis durch Staunässe geschützt. Das in der Farbe enthaltene Pigment Zinkweiß erhöht die Wetterbeständigkeit des Anstriches. Zur Pigmentierung der Standölfarbe werden ausschließlich lichtechte und wetterbeständige Erd- und Mineralpigmente verwendet.
Standölfarbe bleibt elastisch und wittert oberflächlich allmählich ab, während der Anstrich darunter intakt bleibt. Späteres Auffrischen ist ohne großen Aufwand durch einfaches Reinigen und Überstreichen möglich. Dabei reicht ein Abreiben der matt gewordenen Stellen, meist nur auf der Wetterseite nötig, mit einem farblosen Pflegeöl, z.B. dem lösemittelfreien Kreidezeit Fensterpflegeöl. Das aufwendige Entfernen des Altanstriches, wie bei anderen Anstrichsystemen entfällt.

 

1.
Oberflächen leicht anschleifen mit Schleifpapier P100. Je nach Untergrundbeschaffenheit optional, um eine glattere Oberfläche zu erhalten.
2.
Grundieröl mit einem Pinsel auftragen. Grundanstrich mit exzellentem Eindringvermögen durch kleine Molekülgröße des enthaltenen Leinöls. Dadurch sind spätere, mögliche mechanische Verletzungen der farbigen Oberfläche unproblematisch, da das Holz weiterhin vor Feuchtigkeit geschützt ist. Bitte den Arbeitsschutz beachten [Link Selbstentzündung]

3.
Überstände des Grundieröls mit einem fusselfreien Lappen nach 20 Minuten Einwirkzeit abreiben.

24 Stunden bis zum nächsten Arbeitsschritt abwarten

4.
Die Standölfarbe -Zwischenanstrich- mit einem Rührholz gut aufrühren und mit einem Pinsel auftragen.

Der Zwischenanstrich ist eine halbfette, reine Ölfarbe, schnell trocknend, stark deckend und matt.

24 Stunden bis zum nächsten Arbeitsschritt abwarten.

5.
Standölfarbe -Schlussanstrich- mit einem Rührholz gut aufrühren und mit einem Pinsel auftragen.

Der Schlussanstrich ist vollfett d.h. er beinhaltet mehr Standöle. Er ist dadurch elastischer, glänzend sowie witterungs- und alterungsbeständiger.

Mindestens 48 Stunden warten bis die Beute der Witterung ausgesetzt wird.

 

 

Die Wartezeiten beziehen sich auf eine Umgebungstemperatur von 20°C. Tiefere Temperaturen erfordern längere Trocknungszeiten. 10°C dürfen nicht unterschritten werden. D.h., wer in Vorbereitung auf das kommende Bienenjahr im Winter streichen möchte, sollte dies z.B. in einer geheizten Werkstatt tun. Nasenbildung ist ebenfalls zu vermeiden bzw. durch nachträgliches Verstreichen zu reduzieren, da an diesen Stellen sonst längere Trocknungszeiten auftreten, Grundsätzlich ist auf einen gleichmäßigen und dünnen Farbauftrag zu achten.

Die Standölfarbe eignet sich hervorragend, um neue Holzbeuten langjährig und wartungsarm vor Schäden durch Witterungseinflüsse zu schützen. Dazu muss der Untergrund ph-neutral sein. Das sollte bei neuen, unbehandelten Beuten gegeben sein. Bei gebrauchten Beuten muss daher auf eine Desinfektion durch Natronlauge verzichtet werden. Stattdessen bietet sich eine Desinfektion der Zargeninnenseite durch Abflammen an. Auch nach dem Streichen dürfen die Holzbeuten nicht mittels Ätznatron gereinigt werden, was bei Holzbeuten auch unüblich ist. Zur Desinfektion der Zargeninnenseite reicht eine gründliche mechanische Vorreinigung (Abkratzen von Wachs- und Propolisresten mittels Stockmeißel) mit anschließendem Abflammen. Eine Ätznatronbehandlung ist nur bei Kunststoffkästen gebräuchlich, da sich diese aus verständlichen Gründen nicht abflammen lassen. Die Farbe würde sich unter Einwirkung von Natronlauge lösen, wie beim Abbeizen von Althölzern!

Für weitere Informationen zur Verarbeitung der Standölfarbe bitte die Produktinformationen [Link Datenblatt] beachten.

Wer die Maserung des Holzes sichtbar lassen möchte, kann auch unsere Holzlasur für Außen benutzen. Jedoch ist die Schutzwirkung deutlich geringer als bei der Standölfarbe! Die Beute muss dann u.a. vor intensiver und stehender Feuchtigkeit geschützt werden. Eine überdachte Aufstellung bietet sich hier an.
Zum Schutz vor Vergrauen des Holzes durch UV-Strahlung sollte mit unseren ungiftigen und lichtechten Erd- und Mineralpigmenten abgetönt werden. Es gilt je höher der Pigmentanteil ist, desto höher der UV Schutz. Mit der vollständig deckenden Standölfarbe wird der höchste Schutzgrad erreicht.
Der Pflegeaufwand der Holzbeuten ist allerdings höher und es muss, entsprechend der örtlichen Gegebenheiten am Aufstellort und dem Grad der Pigmentierung, ca. alle zwei Jahre erneut gestrichen werden, um den optimalen Holzschutz zu erreichen.

Auch wir wollen unseren Beitrag zum Schutz der Honigbienen leisten. Denn diese sind durch Ursachen wie Pestizideinsatz, Futtermangel durch ausgeräumte Landschaft und die Varroamilbe mehrfach bedroht. Über den enormen wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Nutzen als Bestäuber hinaus, sind sie u.a. auch für einen Teil unserer Kreidezeitprodukte wie beispielsweise das Lappenwachs, das Bienenwachs enthält, wichtig.
Neben den bereits auf unserem Firmengelände installierten Insektenhotels, werden wir zukünftig unsere eigenen Kreidezeitbienen halten. Dabei werden wir in unserer Betriebsweise verstärkt Elemente der wesensgemäßen Bienenhaltung anwenden.

Viel Erfolg und Spaß beim Imkern!
Euer Kreidezeitteam